Mit dem 01. April beginnt für uns das neue Jagdjahr. Wer nicht einen weiterhin gültigen Dreijahresjagdschein besitzt, sollte es nicht versäumen, rechtzeitig einen neuen Jagdschein zu lösen. Dies könnte unangenehme Folgen haben. Die bürokratischen Hürden sind wieder einmal größer geworden und es bleibt spannend, was in der Zukunft für weitere Überprüfungen auf uns warten.

Wer ein neues Revier gepachtet hat, muss sich ebenfalls sputen, um rechtzeitig alle Vorbereitungen für die Bockjagd zu treffen. Auch die neuen Begehungsscheininhaber müssen an die Hand genommen und ins Revier eingewiesen werden. Vorhandene Hochsitze sollten geprüft, gereinigt, freigeschnitten und repariert werden. Auch die Pirschwege benötigen Pflege und müssen gefegt bzw. neu angelegt werden. Wildackerflächen und Blühstreifen sind zu begutachten, um notfalls eine Pflegemaßnahme oder Neuansaat zu planen. Salzlecken werden aufgefüllt und Suhlen zugänglich gemacht. Nach Absprache mit den Grundeigentümern werden weitere Büsche und Obstbäume gepflanzt. Es gibt also jede Menge zu tun für uns Jäger.

Wer sich um möglichen Wildschaden sorgt, sollte bereits jetzt mit den Jagdgenossen das Gespräch führen. Welche Flächen sind in diesem Jahr besonders gefährdet, wo müssen Gegenmaßnahmen wie z.B. durch eine tragbare Leiter, Zaun oder Ablenkungskirrungen getroffen werden. Wildzählungen bieten die Grundlage für eine nachhaltige Jagd und der April bietet beste Möglichkeiten. Nicht vergessen werden darf die Organisation für die bevorstehende Kitzrettung. Für geplante Drohneneinsätze muss das Zubehör überprüft und aktualisiert sein. Im neuen Jagdrevier ist der erforderliche Arbeitsaufwand um ein Vielfaches höher, aber nur so wird man Erfolg und Freude haben.
Unser Wild lässt es im April dagegen noch ruhig angehen. Bei warmem Wetter lockt das erste Grün alles Wild auf die Felder. Das Rehwild ist nun fast den ganzen Tag dort anzutreffen. Gut lässt sich jetzt die noch beschlagene oder bereits führende Ricke vom bereits verfärbten Schmalreh unterscheiden. Die Jährlingsböcke sind schon rot, aber noch nicht verfegt, während der ältere, noch graue Bock, bereits verfegt hat. Dort wo es der Gesetzgeber erlaubt, beginnt bereits jetzt die Rehwildbejagung. Die Voraussetzungen sind im April optimal und es ist sicher besser, früh zu beginnen als im Winter während des Stoffwechseltiefs jagen zu müssen.
Das Schwarzwild trifft man nun wieder in größeren Rotten. Meist sind es Bachen mit ihren Frischlingen. Vorsicht also bei der Jagd auf stärkere, vermeintlich alleingehende Stücke.
Beim Fuchs steckt die Fähe nun meist im Bau und kümmert sich um ihre Welpen. Bereits Ende April kann man die Jungfüchse vor dem Bau beim Spiel antreffen.
Während Fasan und Schnepfe noch balzen, sind unsere Stockenten bereits mit der Brut beschäftigt und die ersten Küken schlüpfen schon. Zeit für die Erpel, sich zu mausern, denn am Brutgeschäft beteiligen sie selbst sich nicht.